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--- Erlebniswelt "Rail World" in Gera vor dem aus ! ---

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Rail World Gera

Diese Seite ist eine Informationssammlung aus verschiedenen Quellen und 

keine offizielle Seite der Railworld, die in meiner Linksliste vertreten ist

 

so soll es mal aussehen, die Railworld in Gera

 

Seit einiger Zeit im Gespräch, soll es nun Tatsache werden.

In Gera soll eine Erlebniswelt für alle Fans der Eisenbahn entstehen. Investoren wollen die Eisenbahnbrachen, mit den alten beeindruckenden Gebäuden, zu einen Mekka der Eisenbahnfans aus aller Welt machen.

 

Die Palette soll von der Restaurierung von Loks und Waggons bis hin zum Modellbahnbetrieb reichen, alles rund um das Thema Eisenbahn. Der Kostenpunkt wird derzeit auf  230 Millionen Euro beziffert. 17ha im Bereich des Hauptbahnhofes und 15ha im Bereich des Südbahnhofes sollen genutzt werden.

Knapp über 2 Millionen Besucher werden für das Jahr 2009 prognostiziert. Nach Fertigstellung der zweiten Ausbaustufe wird mit über 3 Millionen gerechnet.

 

Interessierte Personen findet einen Link  zum Förderverein auf der entsprechenden Seite meiner Homepage.

 

17.04.2006

Einen Teil des alten Bahnbetriebswerks am Fuße der Eselsbrücke in Gera hat die „Rail World“ in Besitz genommen. Größeren Flächen will die Deutsche Bahn AG noch beräumen.

Der alte Lokschuppen ist wie das Bürohaus von der Bahn AG angemietet. In der Werkstatt im alten Lokschuppen soll zunächst ein Bahn-Modell im H0-Format entstehen, um Besuchern die Vision von der Railworld im Zukunftsjahr 2009 zu veranschaulichen. Und in der gläsernen Werkstatt im Lokschuppen sollen Dieselloks originalgetreu wieder fahrtüchtig gemacht werden. Über die Bahn AG laufe die Kooperation mit einer Dampflokwerkstatt in Meiningen. Dann könne - fürs rollende Museum - getauscht werden, so Kapfhammer.

Das Bürogebäude soll Besuchertauglich verschönert und mit einem Glasturm ergänzt werden. Im Inneren beziehen  bereits Ingenieure für Hoch- und Tiefbau und ein Architekt die Büros. Dazu gebe es noch etwa 20 selbstständige Leute, die über Projektaufträge am Konzept mitarbeiten. Diese Aufträge sollen nun schrittweise an Leute von hier übergehen.

Beitrittserklärungen für eine Mitgliedschaft im Förderverein "Railworld" sind im Bürgerbüro der Stadtverwaltung Gera im Rathaus am Kornmarkt 12 erhältlich

 

05.05.2006

ICE - IntegrationsCenter für Erwerbslose

 

ICE ist das erste Teilprojekt der Railworld Gera, in dem kurzfristig Arbeitsplätze für 

15 Erwerbslose eingerichtet worden sind. Die Teilnehmer erhalten auf diese Weise die Chance, ihren eigenen Arbeitsplatz zu schaffen und die nötige Qualifikation zu erwerben.

 

 

20.06.2006

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

In England wird seit 25 Jahren an Railworld gebastelt

Die Eisenbahnerlebniswelt "Railworld" hatten die Geraer Stadtväter zu Jahresbeginn politisch auf die Schiene gehoben. Der amtierende Oberbürgermeister Ralf Rauch (parteilos) und der Stadtrat schienen sich übertreffen zu wollen, wer denn als erster die gigantische Vision unters Volk bringen wollte, die Gera einen einzigartigen Erlebnispark eröffnen sollte. Wer daran Zweifel hegte, dass bis zum Jahre 2009 immerhin 230 Millionen Euro zu investieren seien, hielt erst einmal den Mund. Wer wollte schon als Miesmacher gebrandmarkt sein, wenn es darum ging, neue Horizonte nach der Bundesgartenschau 2007 zu erschließen. Und das vor einer Oberbürgermeister-Wahl. Selbst der kecke CDU-Sprecher und Bewahrer der deutschen Sprache Stephan Brandner wurde von seiner Partei zurückgepfiffen, nur weil er den englischen Namen, der für die Bahnerlebniswelt ersonnen wurde, geißelte.


Jetzt ist es ruhig geworden um Railworld. Neues wissen selbst Wohlgesonnene nicht, die das Projekt bislang begleiteten. Das jüngste Lebenszeichen, das der Förderverein im Internet gesendet hat, ist nun auch schon dreieinhalb Monate alt. Und nach wie vor kämpft der schon vor einem halben Jahr gegründete Verein damit, wenigstens die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden in die Wege zu leiten.


Einzigartig soll sie sein und Touristen über die Landesgrenzen hinaus magisch anziehen: die Welt der Eisenbahnen, die in Gera unter dem Namen Railworld wachsen soll.
Doch so einzigartig, wie es die Visionäre gern schildern, ist die Idee einer Eisenbahnwelt nicht. Auf die Zugkraft einer Railworld setzt zum Beispiel auch die englische Stadt Peterborough. Die Idee, Eisenbahnfans in ein Museum unter freiem Himmel zu locken, wurde hier bereits 1981 geboren, denn Peterborough verfügt als ehemalige Bergbaustadt über ein dichtes Schienennetz und wohl manch altes Dampfross. Doch das Beispiel der Stadt zeigt: Der Weg zu einem Touristenmagneten ist weit und ohne straffes Konzept und solide Finanzierung wohl gar nicht zu haben.


Als eingetragener Verein, der von Spenden und viel Freiwilligenarbeit lebt, kam Railworld nur langsam in Fahrt. Ein geplanter Museumsbau wurde mangels Geldes und wohl auch attraktiver Ausstellungsstücke nie eröffnet. In den 90-er Jahren zogen die Verwalter die Notbremse und entschieden sich für einen Imagewechsel: vom nostalgischen Rückblick zur Gegenwart. Ein Erlebnis- und Ausstellungszentrum über umweltfreundliche Verkehrslösungen, für die der Transport auf der Schiene schließlich steht, sollte wachsen. Das bisherige Museum, nicht mehr als ein paar alte Loks auf Gleisen, trat in den Hintergrund. Doch offensichtlich fehlte Geld, die Schau wurde in einer Holzbaracke untergebracht. Auch wenn es auf der Homepage heißt, dass Railworld Stück für Stück wuchs (www.railworld.net).


2002 setzt der Stadtrat von Peterborough sogar die Schließung aufs Spiel, als er vom Verein jene 100 000 Pfund (plus 25 000 Pfund Zinsen) zurückforderte, die er ihm 1988 für den Landerwerb geliehen hatte. Offensichtlich fürchtete man um den völligen Verlust der Steuergelder. Nur weil ein ehemaliger Aufbauhelfer den Verein in seinem letzten Willen bedachte, kam Railworld aus der Klemme, wie in der Tageszeitung Peterborough Today nachzulesen ist. Nach dem Retter wurde übrigens eine Brücke quer durchs Areal benannt.


Das eigentliche Problem war damit aber nicht gelöst. Nicht mehr als 3000 Besucher kamen im Jahr. Einer davon lästert noch 2005 im Internet über die vermeintliche Attraktion, die aussah, als sei sie schon ewig geschlossen und für die sich der Besucher am Ende weigerte, Eintritt zu zahlen (www.Citynoise.org/article/2026) Eine richtige Zugnummer wurde Railworld nicht.


Neuen Schub erhielt das Projekt erst in den vergangenen zwei Jahren. Peterborough ist eine von vier ausgezeichneten umweltfreundlichen Städten Englands. Damit erhält auch Railworld im öffentlichen Bewusstsein neues Gewicht. Und 2005 wurde mit einem Immobilienunternehmen, das in den kommunalen Wohnungsmarkt eingestiegen war, erstmals ein größerer Investor gefunden.


Geplant ist nun eine moderne große Ausstellungshalle, die von der Geschichte des Transports bis zu dessen Zukunft berichtet. Gerüstet werden soll der Neubau mit neuen Medien, Bibliothek und Archiv sowie Konferenzmöglichkeiten. Denn neben den Einrittsgeldern erhofft man sich Einnahmen aus der Nutzung von Railworld für Großveranstaltungen der Industrie, die Railway Industry Assiocation soll bereits Interesse signalisiert haben. In einem zweiten Teil, der vor allem für Schulklassen konzipiert ist, stehen Umweltschutz und Klimawandel im Mittelpunkt. In einem Phantasiegarten soll das Thema nachwachsende Rohstoffe transportiert werden. Am Ende soll mit 50 000 Besuchern im Jahr der englischen Stadt der Sprung in die Touristenführer gelingen; das Konzept der Ideengeber der Railworld Gera spricht im ersten Bauabschnitt 2009 von jährlich mehr als zwei Millionen Besuchern - in einer ersten Euphorie war sogar von fünf Millionen die Rede.


Für das Vorhaben in England gibt es - wie übrigens auch bei den Railworld-Anfängen in Gera - staatliche Unterstützung durch Beschäftigungsprojekte für Arbeitslose.
Über die Höhe der nun angekündigten Investition in Peterborough wird jedoch derzeit genauso wenig verraten wie über die endgültige Fertigstellung. Im Internet ist die Halle aber schon mal zu sehen - als Fotomontage (www.railworld.net)

 

11.07.2006

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

Erste Verträge unter Dach und Fach

Eisenbahngelände für Geras Railworld sicher - Gespräche mit Hotelkette für die Erlebniswelt
Von Angelika Munteanu Gera. Die ersten Verträge für die Eisenbahn-Erlebniswelt "Railworld" sind jetzt unter Dach und Fach, atmet Peter Kapfhamme, einer der beiden Geschäftsführer der Railworld-Entwicklungsgesellschaft jetzt auf.
Damit seien für das Vorhaben, das Eisenbahn-Fans künftig in Heerscharen nach Gera locken soll, die ersten brachliegenden Eisenbahnfläche nördlich des Geraer Hauptbahnhofs per Miete gesichert. Das alte Bahnbetriebswerk wird zu Teilen bereits Stück um Stück umgebaut, die historische Bausubstanz des Alten Lokschuppens daneben wird für Ausstellung und Schrauberhalle nutzbar gemacht.

Und dort soll auch das Modell der Railworld, an dem ein Teil der von der Otegau vermittelten subventionierten Arbeitskräfte bauen, vorstellen, was das Vorhaben in Zukunft zum Besuchermagnet für große und kleine Freunde der Schienenwelt machen soll.

So wird es auch einen Vorgeschmack auf die Fläche jenseits der Eisenbahngleise geben. Dafür seien die Verträge mit der Deutschen Bahn AG und mit der Strabag, die dort auch eine Immobilie hat, vorbereitet. Wenn die Fläche geräumt sei, könnten die Mietverträge in Kraft treten, spätestens zum Jahreswechsel, kalkuliert Kapfhammer.

Während für den Bereich um das alte Bahnbetriebswerk die Planung fast abgeschlossen sei, werden für das Areal jenseits der Gleise jetzt die Pläne geschmiedet. So wäre auf dem ehemaligen Strabag-Gelände ein Hotel denkbar. Aussichtsreiche Gespräche mit einem namhaften internationalen Unternehmen werden geführt. Aber Namen werden, solange keine Unterschriften unter Verträgen stehen, keine genannt. Kapfhammer lässt jedoch anklingen, dass sich seine Gesprächspartner für das Konzept mit Zielrichtung Familie begeistern. Und ein Drei-Sterne-Hotel für Familien sei schließlich bisher hier konkurrenzlos. Auch ferne Zukunft wird das Modell der Railworld zeigen: den Neubau zwischen Bahnbetriebswerk und Hauptbahnhof Gera. Auf der Fläche soll aber erst etwas passieren, wenn die ersten beiden Abschnitte funktionieren, sagt Kapfhammer und rechnet: "Für die Finanzierung des Gesamtprojektes ist es sinnvoll, eine Beteibergesellschaft zu gründen."

Auch kleinere Schritte hätten bereits Erfolge gebracht: Gespräche für das Vorhaben mit internationaler Wirkung mit der Stadt Gera. Ein Parkplatz für Besucher per Bus oder Auto unterhalb der Eselsbrücke sei beispielsweise in Sicht. Und die Railworld-Entwickler hoffen auf Geras neuen Oberbürgermeister. Dr. Norbert Vornehm (SPD) hatte sich nicht erst in seiner Amtsantrittsrede zu Monatsbeginn zur Eisenbahn-Erlebniswelt bekannt. Er geht davon aus, dass sie eine Chance für Gera ist und will selbst Gespräche mit den Projektentwicklern führen, um zu sehen, wie sich das Konzept trägt. Wenn, dann sei es sinnvoll, dass die Stadt Gesellschafter bei der Railworld wird. Kraft seines Amtes möchte er auch die Gespräche mit führen mit den überregionalen Partnern wie der Konzernspitze der Deutschen Bahn AG oder auch mit wichtigen Investoren.Die Railworld ist eine große Chance für die Stadt.


Geras Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD)

 

12.09.2006

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

Studie dämpft "Railworld"-Euphorie

Gesprächsrunde zur Eisenbahnerlebniswelt
Gera . Die Machbarkeitsstudie für eine Eisenbahnerlebniswelt "Railworld" wird morgen im Bahnwerk Gera vorgestellt. Nach 15 Monaten Entwicklungszeit wollen die Nestoren des ehrgeizigen Projektes gemeinsam mit dem Verein "Ja - für Gera" einen Überblick über das bisherige Geschehen geben, die momentane Situation beleuchten und einen Ausblick auf die Zukunft geben.
Es diskutieren u.a. Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD), Peter Kapfhammer von "Railworld" und Vertreter der Bahn; die Gesprächsleitung hat Uwe Müller, Redaktionsleiter dieser Zeitung. Die Veranstaltung in der Robert-Fischer-Straße 15 beginnt um 15 Uhr und wird im offiziellen Teil rund zwei Stunden dauern.

Die Machbarkeitsstudie offenbart, dass der Eisenbahnerlebniswelt nur ein Zehntel der ursprünglichen Besuchererwartungen zugebilligt werden. Im Sommer 2005 war man noch davon ausgegangen, schon 2009 fünf Millionen und 2011 acht Millionen Besucher nach Gera zu holen. Diese Prognosen wurden im Frühjahr auf 2,2 bzw. 3,2 Millionen Euro heruntergeschraubt. Jetzt trauen sich die Railworld-Väter zu, eine Million Menschen im Jahr anzulocken - und liegen damit immer noch deutlich über der Machbarkeitsstudie, die eine sechsstellige Zahl mit einer Sechs als erster Ziffer nennt. Auch das Investitionsvolumen, das zuerst mit 230 Millionen Euro angegeben wurde, ist deutlich herabgesetzt worden.

Peter Kapfhammer, einer der maßgeblichen Köpfe von "Railworld", lässt sich durch die veränderten Zahlen nicht beeindrucken und verfolgt unbeirrt seine Vision. "Wir wissen, dass wir jetzt unsere Hausaufgaben machen müssen", hält er Skeptikern entgegen. Morgen wird er über die bereits erreichten Fortschritte zu berichten wissen. 

14.09.2006

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

Railworld´ rollt mit Schlafwagen an

Im Bahnwerk Gera die Machbarkeitsstudie für die Eisenbahnerlebniswelt vorgestellt
Von Uwe Müller Gera. Mit einem Schlafwagen der Reichsbahn startet die Eisenbahnerlebniswelt "Railworld" Gera. Der erste eigene Waggon steht im Bahnwerk, wo er nun neu hergerichtet werde.
Auf 300 Hektar Bahngelände soll ein internationales Zentrum für Eisenbahnfreunde und die Eisenbahnwirtschaft entstehen. Die ersten zahlenden Besucher werden zur Bundesgartenschau erwartet. Sie können beobachten, wie Schienenfahrzeuge repariert werden und in einer Gaststätte einkehren. Binnen anderthalb Jahren könnte die Erlebniswelt wachsen, so dass ein eigener Bahnhof, historische Bahnsteige für Speise- und Schlafwagen, Werkstätten, Restaurants, ein TV-Studio mit Bühne auf der Drehscheibe, eine Wasserfläche für Eisenbahnfähren, Modellbahnen, Kino, Kindergarten, Läden, Kongresszentrum und Hotel - das Strabag-Verwaltungsgebäude soll zu einem Etablissement mit 100 Zimmern umgebaut werden - zur Verfügung stehen.

436 000 Besucher jährlich traut die Machbarkeitsstudie der "Railworld" anfangs zu. Damit würde man zu den Top 20 unter den Erlebnisparks national zählen. Im Endausbau, zu dem ein Neubau auf den Eisenbahnanlagen in Höhe des Dorint-Hotels käme, dürfte man zu den weltweit ersten Adressen für Schienen-Attraktionen gehören.

Allerdings müssen zuerst die Hausaufgaben gemacht werden, weiß Railworld-Gesellschafter Peter Kapfhammer. Die Machbarkeitsstudie benennt Schwachstellen: Attraktionen sind nicht dicht genug angesiedelt, das Vermarktungshighlight fehlt und es muss bedacht werden, dass die Bahnerlebniswelt witterungsunabhängig funktionieren soll.

Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, erwartet von der Politik und namentlich den Ministerien ein klares Bekenntnis, "Railworld" Gera in der Anlaufphase zu unterstützen. Die Bahn wolle zu "vernünftigen Konditionen" Grundstücke an die "Railworld" verkaufen.

Geras OB Dr. Norbert Vornehm (SPD) sicherte zu: "Wir sorgen dafür, dass Railworld unter Dampf bleibt." Mit dem Stadtratsbeschluss, der das Vorhaben begrüßt, wird es nicht getan sein können. Der Rathauschef erwartet im Erfolgsfall der Eisenbahnerlebniswelt einen "Quantensprung" für den Fremdenverkehr in der Stadt. Schwerpunkt der Wirtschaftspolitik sei zwar die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe, "Railworld" sei aber eine Chance, wirtschaftlich voranzukommen. KommentarWir öffnen das Tor für die "Railworld" Gera.

Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Thüringen

 

06.02.2007

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

"Oma" kehrt nach Gera zurück

Spendensammlung für Hauptuntersuchung der preußischen Dampflok
Gera. Eisenbahner und Vereinsmitglieder des Railworld Gera e.V. und der Stiftung Bahn Sozialwerk wollen eine Dampflokomotive als Zugpferd für die Marke "Stadt Gera" flottmachen.
Unsere "Oma" nennen die Lokführer scherzhaft die 1910 in Berlin gebaute Dampflok mit der Nummer 38 1182. Von ihren 96 Eisenbahnjahren hat sie 21 mit dem Schild "Heimat Bw Gera" am Führerstand gearbeitet. 1978 kam die Lok der Gattung "Preußische P8" als Museumslok nach Gera und repräsentierte, nach ihrer kompletten Aufarbeitung, die ostthüringische Metropole bei vielen Dampfveranstaltungen.

Jahrelang haben Eisenbahner des Bahnbetriebswerkes Gera viel Arbeit und Schweiß in die Instandhaltung der alten "Dame" investiert. Nach der Wiedervereinigung kamen neue Einsatzgebiete dazu. Mehrmals wurde die P8, zum Beispiel in der Eifel, bei Dampflokeinsätzen gesichtet und fotografiert. Noch heute verbinden Bahnfans in Deutschland mit der Lok 38 1182 das Bahnbetriebswerk Gera.

Seit 1999 steht die Lokomotive mit abgelaufener Kesselfrist und fehlender Hauptuntersuchung in Arnstadt. Doch das Projekt "Railworld Gera" gab neue Hoffnung für die Rückkehr. Die Freizeitgruppe Gera der Stiftung Bahn Sozialwerk setzte sich vor einem Jahr mit dem DB Museum Nürnberg in Verbindung, und die Deutsche Bahn als Eigentümerin der Lok stimmte einer erneuten Beheimatung nach Gera zu.

Jetzt geht es darum, die Lok aufzuarbeiten. Einige Pflegearbeiten können die Bahner in Gera ausführen, aber die Hauptuntersuchung mit Kesselprüfung muss im Ausbesserungswerk Meiningen erfolgen. Die betriebsfähige Aufarbeitung wird mehrere tausend Euro kosten. Um jeden Eisenbahnahnfan die Möglichkeit zu geben, sich an der Restaurierung der alten Preußin zu beteiligen, hat der Railworld Gera e.V. bei der Geraer Bank eG (BLZ 830 645 68 ) das Spendenkonto 101 255 991 eingerichtet; 

Verwendungszweck "P8 - 38 1182".

 

16.02.2007

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

Traditionslok in Gera eingerollt

Dampfende "Oma" soll in der "Railworld" als Zugpferd für Gera wieder flott gemacht werden

Von Angelika Munteanu Gera. "Fahrplanmäßig" ist die ehemalige Traditionslok des Bahnbetriebswerkes Gera gestern wieder nach Gera zurückgerollt. 

Die Dampflok 38 1182, Bahnfreunden als "Oma" bestens ein Begriff, wurde in den regulären Fahrplan der Deutschen Bahn AG eingeschoben und von einer Diesellok der Baureihe 219 des Bahnbetriebswerkes Erfurt nach Gera gezogen. Allein schon die Diesellok ist ein Unikat. Denn sie ist die letzte betriebsfähige 219 der Deutschen Bahn, gehörte einst zur DB Regio Gera und ist heute in Erfurt stationiert. Im gemächlichen Tempo von 50 Studentkilometern rollte der historische Zug von zwei Loks und fünf Schnellzugwagen aus der Zeit der Deutschen Reichsbahn von Erfurt Güterbahnhof nach Gera Güterbahnhof mit Zwischenstopp in Jena-Göschwitz, um dem Kreuzungsverkehr die Vorfahrt zu lassen. Für freie Fahrt auf Strecke sorgten letztlich DB Regio Thüringen und DB Netz, bedanken sich die Bahnfreunde.

Trotz Regen kamen die Schaulustigen sogar aus Saalfeld nach Gera auf die Eselsbrücke. Dort war die Perspektive bestens, um Fotosammlungen mit Dokumenten von dem wahrhaft historischen Bahnereignis zu bereichern. Auf dem neu gebauten Gleis 10 im Bahngelände von Gera rollte der Tross pünktlich 10.25 Uhr ein und wurde zu seinem eigentlichen Ziel, der "Railworld" Gera rangiert. Fotoshooting auf der Drehscheibe war der nächste Termin bei der Rückkehr der "Oma". Die soll nun die Bahnerlebniswelt "Railworld" in Gera beleben. Und sie soll dort flott gemacht werden als Zugpferd für die Marke "Stadt Gera". Lars Naumann, Vorsitzender des Fördervereins Railworld e.V., hofft, dass die "Oma" zu ihrem 100. Geburtstag im Jahr 2010 wieder flott ist. Zunächst muss sie aber zur Hauptuntersuchung. Ein teueres Unterfangen, dass etwa eine halbe Million Euro kosten wird, schätzt Naumann. Denn die alte Dame, die aus der preußischen Staatsbahnzeit noch ihren Beinamen "P 8" führt, muss zunächst einmal komplett auseinandergenommen und dann wieder zusammengesetzt werden.

Eigentümerin ist zwar noch die Deutsche Bahn. Doch die hat noch so einige nostalgische Schätze und dafür nicht genügend Geld, wissen die Bahnfreunde. Also hatte sich die Freizeitgruppe Gera der Stiftung Bahn Sozialwerk vor einem Jahr in die Spur gemacht, um mit Zustimmung der Eigentümerin die historische Dampflok aus dem Bahnmuseum Nürnberg wieder in ihre alte Heimat Gera zu holen. Denn von ihren 96 Eisenbahnjahren hat sie 21 mit dem Schild "Heimat Bw Gera" am Führerstand gearbeitet. Aus der Portokasse können die Eisenbahner, Vereinsmitglieder des Railworld e.V. und der Stiftung Bahn Sozialwerk die Hauptuntersuchung der "Oma" aber nicht finanzieren. Deshalb hat der Förderverein Railworld e.V. ein Spendenkonto mit der Nummer 101 255 991 eingerichtet bei der Geraer Bank eG (BLZ (30 645 68). Jede Zuwendung mit dem Verwendungszweck "P8 - 38 1182" soll für die Aufarbeitung und die daraufhin folgenden Fahrten der Dampflok verwendet werden, versichert Naumann.

 

17.02.2007

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

 

Geschäftsführung sieht mit Kooperation die Weichen gestellt für Eisenbahnerlebniswelt
Von Uwe Müller Gera. Peter Kapfhammer und Frank Greßler, die beiden Geschäftsführer der Railworld-Entwicklungsgesellschaft, sehen nach annähernd zwei Jahren Entwicklungszeit die Signale auf Grün zur vollständigen Umsetzung ihrer Vision von einer Eisenbahn-Erlebnis-, Begegnungs- und Arbeitswelt. Eine entscheidende Weichenstellung sei der Kooperationsvertrag mit der Immobilien-Projektentwicklerin BBL mit Sitz in Bad Lobenstein/Saaldorf; Geschäftsführer ist Heinrich XIII. Prinz Reuß.

Der Vertrag enthalte "ein Grundkonzept für die Vorgehensweise zur Sicherung der Finanzierung, für die bauliche Umsetzung und für den Betrieb der Railworld Gera". Zeitweise hatten die Railworld-Visionäre mit Investitionen im Umfang von bis zu 230 Millionen Euro gerechnet.

Auf 300 Hektar Bahngelände soll ein internationales Zentrum für Eisenbahnfreunde und die Eisenbahnwirtschaft entstehen. Die ersten zahlenden Besucher werden zur Bundesgartenschau erwartet. Sie können beobachten, wie Schienenfahrzeuge repariert werden und in einer Gaststätte einkehren. Binnen anderthalb Jahren könnte die Erlebniswelt wachsen, so dass ein eigener Bahnhof, historische Bahnsteige für Speise- und Schlafwagen, Werkstätten, Restaurants, ein TV-Studio mit Bühne auf der Drehscheibe, eine Wasserfläche für Eisenbahnfähren, Modellbahnen, Kino, Kindergarten, Läden, Kongresszentrum und Hotel - das Strabag-Verwaltungsgebäude soll zu einem Etablissement mit 100 Zimmern umgebaut werden - zur Verfügung stehen.

436 000 Besucher jährlich traut eine Machbarkeitsstudie der Railworld anfangs zu. Damit würde man zu den Top 20 unter den Erlebnisparks national zählen. Im Endausbau, zu dem ein Neubau auf den Eisenbahnanlagen in Höhe des Dorint-Hotels käme, dürfte man zu den weltweit ersten Adressen für Schienen-Attraktionen gehören.

Die Railworld-Geschäftsführer Kapfhammer und Greßler heben hervor, dass das Adelsgeschlecht der Reußen seit dem 12. Jahrhundert in Gera seine Wurzeln habe und sich in allen Jahrhunderten für die Entwicklung von Stadt und Region engagierte. Heinrich XIII. sehe wie viele andere dem Projekt zugetane Institutionen und Gremien in der Eisenbahnerlebniswelt die Chance, etwas Großartiges und Einmaliges zu schaffen. Befördert worden sei das Projekt ebenso durch den einstimmigen Stadtratsbeschluss in Gera, die Bereitstellung von mehr als 300 000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds durch den Freistaat Thüringen sowie durch die wohlwollende Zusammenarbeit mit der Bahn AG. In Kürze werde Railworld Bahnbrachen von der Deutschen Bahn abkaufen. Vor einem halben Jahr hatte der Konzernbevollmächtigte für Thüringen, Gerold Brehm, versichert: "Wir öffnen das Tor für die Railworld Gera."

Railworld will neue Chancen für Arbeitnehmer und Unternehmen eröffnen, den Tourismus fördern und Zug um Zug die Lücke füllen, die zwangsläufig nach der Bundesgartenschau entstehe.Für den Kauf der Bahnbrache der Deutschen Bahn in Gera sind bereits Verträge vorbereitet.

Railworld-Geschäftsführer Peter Kapfhammer

 

17.03.2007

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

"Kohle" für die Oma

Railworld sammelt Spenden für Museums-Dampflok - entgegen einer Vereinbarung
Von Uwe Müller Gera. Die Herzen der Eisenbahnfreunde schlugen höher, als die preußische Dampflok Nr. 381182 im Bahnbetriebswerk Gera, ihrer alten Heimat, eintraf. Bei der Railworld Entwicklungsgesellschaft verbindet sich damit die Hoffnung, dass sich nicht nur die Herzen, sondern auch die Geldbeutel öffnen, damit die 97 Jahre alte Lok wieder unter Dampf gesetzt werden kann.
Mehrere tausend Euro sind nötig, da wird auf Spenden gehofft, um das Signal auf Grün zu stellen für die Museumslokomotive. "Jede Zuwendung mit dem Verwendungszweck ´P 8 - 381182´ wird für die Aufarbeitung und die daraufhin folgenden Fahrten der preußischen P 8 verwendet", versichert die Railworld-Entwicklungsgesellschaft.

Doch genau das ist der Knackpunkt. Denn in einer Vereinbarung mit dem DB Museum Nürnberg, das der Railworld die Dampflok als Leihgabe überstellte, ist geregelt, dass die "Oma" nicht aufgearbeitet werden darf - und damit die Spendeneinsammelaktion in ein dubioses Licht gerät. Ingo Priegnitz, für Kommunikation im DB Museum Nürnberg zuständig, bestätigt Informationen unserer Zeitung. "Eine betriebsfähige Aufarbeitung der Dampflok ist ausgeschlossen." Und damit lässt sich das Versprechen der Railworld, mit den Spenden die "Oma" wieder in Fahrt zu setzen, gar nicht einhalten. "Wenn die Lok wieder unter Dampf kommen soll, müssten Ersatzteile beschafft werden. Originalteile gibt es nicht mehr", erläutert Priegnitz. Wenn Teile nachgebaut werden, würde das "Dampfross" seinen Status als Museumslok verlieren - und das ist nicht im Sinne des Leihgebers, des Verkehrsmuseums Nürnberg.

Bei Railworld Gera verweist Frank Greßler, einer der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter der Entwicklungsgesellschaft, darauf, dass ein Vertrag mit der Deutschen Bahn AG zu besagter Dampflok in Vorbereitung sei. Es gibt aber schon die Vereinbarung mit dem DB Museum in Nürnberg, doch was darin steht, das war Greßler gestern nicht gegenwärtig.

Die Visionäre der Eisenbahnerlebniswelt halten seit einem Jahr die interessierte Öffentlichkeit am Staunen mit inflationären Besuchererwartungen und atemberaubenden Investitionssummen: Immerhin wollen sie ins privat finanzierte Projekt mehr als das anderthalbfache Geldvolumen stecken, das in die Bundesgartenschau fließt - aber in der halben Zeit. Auf dem Papier steht bereits ein Unternehmensgeflecht mit acht GmbH und einem Verein, das von der Entwicklungsgesellschaft bis zum Hotelbetrieb und zur Modellbahn das Reich der Eisenbahnerlebniswelt verwalten soll.

Überzogene Prognosen der Railworld auf ein machbares Maß herunterzurechnen, damit beschäftigt sich die Wenzel Consulting AG in Hamburg. "Die Erwartungen sind sehr optimistisch gewesen", formuliert es Silke Petzold in kritischer Loyalität zum Auftraggeber und zum Standort Gera. Die konzeptionellen Anregungen, die das Beratungsunternehmen gibt, würden bei Railworld angenommen, in Kürze soll an einem Businessplan die Arbeit beginnen. "Wir rennen da offene Türen ein", beschreibt Frau Petzold das Arbeitsklima.

Die Stadt Gera hält an Railworld als "Leitprojekt für die Zeit nach der Buga" fest. Bereits voriges Jahr war ein entsprechender Grundsatzbeschluss gefasst worden. Monatlich gäbe es eine Beratung der städtischen Wirtschaftsförderung mit der Railworld, in die künftig auch das Referat Öffentlichkeitsarbeit/Marketing der Stadtverwaltung und der Tourismusverein einbezogen werden sollen. Der Grundstückserwerb für Railworld - ausrangierte Bahnflächen in der Innenstadt - soll bis Jahresende geklärt sein. Außerdem soll ein Verkehrskonzept vorgelegt werden, Prognosen über Verkehrsströme will das Stadtplanungsamt im Frühsommer erstellt haben.Was im Vertrag mit dem Eisenbahnmuseum Nürnberg steht, das habe ich jetzt nicht im Kopf.

Frank Greßler, Geschäftsführender Gesellschafter der Railworld-Entwicklungsgesellschaft Gera

22.06.2007 

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

 

Railworld soll im Herbst in Fahrt kommen

Baubeginn und neue Pläne vorgestellt
Von Katrin Wiesner Gera. Im September sollen die Arbeiten auf dem ersten Bauabschnitt für den Eisenbahn-Erlebnispark Railworld in Gera beginnen. Das kündigte Peter Kapfhammer, geschäftsführender Gesellschafter der Railworld Entwicklungsgesellschaft mbH, im jüngsten Stadtratsausschuss für städtische Unternehmen, Wirtschaft und Arbeitsplätze an. Entgegen ursprünglichen Überlegungen, das Großprojekt in einem zu verwirklichen, habe man sich nun entschieden, in Gera schrittweise vorzugehen. Unterhalb der Eselsbrücke soll damit neben Parkplatz und Eingangsbereich ein großzügiger Platz entstehen, von dem aus sich die Wege in das ehemalige Verwaltungsgebäude und natürlich das Kernstück, den Lokschuppen, öffnen. All das soll laut Kapfhammer Platz bieten für Shop und Eventfläche, Clubhaus und Museum, Modellbahnanlage und Bahnwerkstätten. Im April 2009 soll dieser erste Teil der Railworld eröffnen, passend zum 150-jährigen Eisenbahnjubiläum in Gera.

Als Neuheit verkündete Kapfhammer die "Kooperation mit dem Ruhrgebiet". In Gelsenkirchen gibt es das denkmalgeschützte Bahnbetriebswerk Bismarck, das derzeit von einem Förderverein betrieben wird. Auch dort soll ein Erlebnispark entstehen, "wir sind in Gera und Gelsenkirchen auf dem gleichen Stand". So könne man Synergieeffekte nutzen. Kapfhammer präsentierte dem Ausschuss ein neues Unternehmensgeflecht unter dem Dach einer Railworld-Beteiligungs- und Aktiengesellschaft. Hier tauchen eine Immobilien- und Parkmanagement GmbH & Co KG sowohl in Gera als auch in Gelsenkirchen auf.

Zugleich überraschte Kapfhammer das Publikum mit einem ganz neuen Plan. An den drei Essen an der A 4 könnte sich eine Erlebnisbahn auf einem Stahlgerüst in 85 Meter Höhe schrauben. Die Essen selbst könnten, mit Solartechnik verkleidet, die Energie für Railworld liefern. Ein Gespräch mit dem Eigentümer, der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, kündigte Kapfhammer in Kürze an. Eigentlich gibt es einen Fördermittelbescheid für den Abriss der Schlote.

Stadtrat Kai-Uwe Siegert und Bürgermeister Norbert Hein (beide CDU) stellten die inzwischen bekannte Frage, ob die Finanzierung gesichert sei. Er habe noch keinen unter den potenziellen Investoren gehört, so Kapfhammer, der zurücktreten wolle.

 

15.08.2007 

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

Zug-Verspätung bei der Railworld

Kein Anschluss in Gera und im Ruhrpott
Von Katrin Wiesner Gera. So schnell kommt der Zug nicht unter Dampf: Noch vor sechs Wochen hatte Peter Kapfhammer, einer der Initiatoren der Railworld Gera, öffentlich angekündigt, im September würden die Bauarbeiten im ersten Abschnitt der Erlebniswelt unterhalb der Eselsbrücke beginnen. Die Antwort auf eine Nachfrage kurz vor dem vermeintlichen Startschuss klingt allerdings schwammig: Auf ein Datum will sich der inzwischen eingeschaltete Pressesprecher Stefan Esser nicht festlegen. "Beginn der Arbeiten ist sobald als möglich."

Im Juli hatte Kapfhammer auch einen Investor für das im ersten Abschnitt mit 30 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben der Öffentlichkeit vorstellen wollen. "Die Verhandlungen stehen vor einem unmittelbaren Abschluss", heißt es jetzt, Mitte August.

Zugegeben, Railworld befindet sich zwei Jahre nach den ersten vollmundigen Ankündigungen noch einmal im "Umbau", was durchaus den Ablauf verzögern kann. Die Geraer wollen mit dem Projekt einer geplanten Miniatur-Eisenbahnwelt in Gelsenkirchen kooperieren. Vier Firmen sollen in Gera und Gelsenkirchen unter dem Dach der jetzigen Railworld Entwicklungs GmbH gegründet werden, die sich um Entwicklung und Betreibung beider Parks, um Eisenbahn-Kreuzfahrten im Ruhrgebiet und eine Bahnwerkstatt in Gera kümmern.

"Bislang war alles nur heiße Luft", urteilt Paul Lindemann, Vorsitzender des Vereins Freunde des Bahnbetriebswerkes Gelsenkirchen-Bismarck, über die Pläne im Ruhrgebiet. Der Förderverein kümmert sich seit 20 Jahren um die Nutzung der stillgelegten restaurierten Anlage, die von besten Ruhrpott-Zeiten kündet, und überwacht mit Argusaugen die Kaufbestrebungen ungenannt bleibender Investoren. "Bislang ist da nichts zustande gekommen", bestätigt eine Sprecherin des Regionalverbandes Ruhr, der Eigentümer der Fläche ist. Von zwei Millionen Euro Kaufpreis ist die Rede. Doch in der Vergangenheit fehlte es mal an der Finanzierung, mal an Genehmigungen und Gutachten. Fördermittelanfragen in verschiedensten Landesministerien Nordrhein-Westfalens blieben vergebens, weiß die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung".

Ideengeber ist hier der ehemalige Unternehmensberater und Eisenbahnfreund Klaus Niemann. 40 Millionen Euro sollten in das Projekt fließen mit Modellbahnen auf mehreren 1000 Quadratmetern, Veranstaltungshalle, einem musealen Bahnbereich und Bahntourismus.

Der Traditionsverein misstraut den Investorenplänen, fürchtet um den Charakter des alten Bahnbetriebswerkes und nicht zuletzt um die eigene Zukunft. Doch Lindemann bleibt vorerst betont gelassen: Zuletzt hatten die Investoren den Baubeginn für das erste Halbjahr 2007 angekündigt. Passiert ist nichts. Der Zug steht hier wie da. Kommentar

 

07.04.2008

 

folgender Text ist ein Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung


 

Ab heute hat der Railworld Gera e.V. für alle interessierten Bürger, Vereine und Unternehmen zwei Sprechtage pro Woche in seiner Geschäftstelle im Railworld Werk in der Robert- Fischer- Straße 15 eingerichtet.

Neben seinem Auftritt im Internet unter www.verein-railworld-gera.de öffnet der Verein jeweils dienstags von 8 bis 16 und donnerstags von 12 bis 20 Uhr seine Räume für alle Eisenbahnfans. An diesen Tagen kann sich jedermann über die Aktivitäten des Vereins und über den Entwicklungsstand des Projektes "Railworld Gera informieren. Ermöglicht wird diese verstärkte Präsenz des Vereins mit Hilfe der Otegau und der Arge der Arbeitsagentur Gera, die zur Unterstützung der Vereinsarbeit seit dem 1. April für den Railworld-Verein einen Mitarbeiter als Unterstützung fördert.

Im Verein beschäftigen sich zurzeit 80 Mitglieder in drei Arbeitsgruppen, in den Sparten Modellbau, Eisenbahngeschichte und historische Eisenbahnfahrzeuge. Für den Modellbau sucht der Verein noch Interessierte, die sich mit dem Konzipieren, Bauen und Betreiben von Modellbahnanlagen beschäftigen möchten. Die Arbeitsgruppe Eisenbahngeschichte sucht Zeitzeugen und Eisenbahnfans, die dem Verein Informationen aus den vergangenen 150 Jahren Eisenbahngeschichte in und um Gera zur Verfügung stellen. Eine Ausstellung unter dem Motto "Mit der Eisenbahn vom Fürstentum zum Freistaat soll im Frühjahr 2009 eröffnet werden, anlässlich des 150. Jahrestages der ersten Eisenbahnfahrt in Gera.

 

14.08.2008

 

 

folgende Texte sind Original-Artikel aus der Ostthüringer Zeitung

 

Ernüchterung im Lokschuppen


Vom geplanten Bahnerlebnispark bleiben vorerst nur vier Mitarbeiter
Von Katrin Wiesner Gera. Hier trägt man den Blaumann und Werkzeugkasten, statt feinen Zwirn und Laptop: Schienenfahrzeugschlosser Dirk Hupfer bringt die alte Rangierlok in Schuss, die demnächst wieder für die Westfälische Almetalbahn auf die Strecke gehen soll. Die Bahnmanufaktur mit vier Mitarbeitern ist das einzige, was von Railworld Wirklichkeit geworden ist.


Die Werkstatt im alten Lokschuppen ist freilich weit entfernt von den blitzeblank designten Modellen in der Konzeptpräsentationen von Railworld, aber immerhin, Aufträge gibt es. "Die Manufaktur bleibt in Gera", sagt Peter Kapfhammer, geschäftsführender Gesellschafter der Railworld Entwicklungsgesellschaft mbH, die unter neuem Namen und neuer Leitung in Gera weiterarbeiten soll. Das ist ernüchternd wenig von der einst mit 230 Millionen Euro angekündigten Investition für einen Bahnerlebnispark.

Heute ist Kapfhammer mehr oder weniger freiwillig in der Realität angekommen und sagt: "Der Erlebnispark ist in Gera nicht machbar".

Der 60-jährige Marketingfachmann hat viele Erklärungen für seinen Rückzug: Schwierigkeiten bei den Verhandlungen mit der Deutschen Bahn um das Gelände, zögernder Rückenhalt in der Stadt. Zuletzt hatte er als Attraktion eine Art Hochbahn zwischen den drei Essen installieren wollen, bei der Landesentwicklungsgesellschaft aber nicht einmal einen Termin bekommen. Zwei namentlich bekannte Investoren, Heinrich XIII. Prinz Reuß und die Unternehmensgruppe Kochinvest aus Nürnberg, seien abgesprungen. Das Konzept, so weiß Kapfhammer heute, konnte nicht mit der nötigen Planungs- und Investitionssicherheit aufwarten.

Das soll im neu entdeckten Gelsenkirchen anders sein. Das Gelände des Bahnbetriebswerkes Bismarck liegt in den Händen des Regionalverbandes Ruhr, "der von vornherein ein ganz anderes Interesse an der Entwicklung der Brache hat".

Und die Stadt Gelsenkirchen habe bereits signalisiert, kurzfristig Planungsrecht zu schaffen. Noch im September wird es einen Stadtratsbeschluss geben. Kapfhammer hofft zudem auf Mittel aus dem regionalen Wirtschaftsförderprogramm Nordrhein-Westfalens. Die Gelsenkirchener Bahnfreunde, die sich jetzt um die Anlage kümmern, verfolgen das Projekt gespannt: Für das Bahnwerk gab es schon mehrfach Pläne, die nur Papier blieben.

 

Hoffen auf Bahnbegeisterung


Den Railworld e.V. soll es künftig weiter geben - unter neuem Namen
Gera (KW). "Wer bleibt dabei?" Das ist die Frage, die Lars Naumann bewegt, Vereinsvorsitzender des parallel zur Railworld GmbH gegründeten Railworld Gera e.V. 70 Mitglieder zählt bislang die Interessengemeinschaft, die als Mittler zwischen Projekt und Publikum auftrat, als gemeinnütziger Verein aber auch eine Adresse für Spendenwillige sein sollte.

"Den Verein soll es weiter geben, wenn auch unter neuem Namen", sagt Naumann. Die Frage ist, wieviele Mitglieder bei der Stange bleiben. Unter dem Railworld-Dach hatten Modellbahnbauer, Liebhaber historischer Bahnen, Fans von Bahndenkmalen oder eben Anhänger der Idee eines großen Freizeitparkes zusammengefunden. Erst im September ist der nächste Termin für eine Vereinsversammlung. So erfahren die meisten Mitglieder nun erst einmal aus der Zeitung vom Ende der Park-Idee.

Naumann ist zuversichtlich, dass deren Bahnbegeisterung trotzdem anhält. Der 36-Jährige, der zugleich neuer Geschäftsführer in der bisherigen Entwicklungsgesellschaft wird, hegt schon neue Pläne. Der alte Wasserturm an der Theaterstraße und ein weiterer Lokschuppen auf dem Bahngelände warten auf eine Sanierung. "Das Gebäudeensemble sollte erhalten bleiben. Vielleicht als neues Wahrzeichen, wenn die drei Essen fallen?" Gastronomie, Modellbahnausstellung, ein kleines Museum könnten hier Platz finden. Die Railworld-Erfahrungen können ihn nicht einschüchtern, davon wolle er eher profitieren. Naumann macht sich auf eine Tippeltappeltour um Investorengelder gefasst, die Railworld im Großen nicht meistern konnte, und hofft auf die Unterstützung des Vereins.

 

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